Studie zu dem Luftreinigungsfaktor des Mooses
nach Dr. Jan Peter Frahm, Universität Bonn

Da Moose keine Wurzeln besitzen, müssen sie Nährstoffe ausschließlich über ihre Oberfläche aufnehmen. Das erfolgt über Ionenaustausch. In Feinstaub befinden sich bis zu 50% anorganische Salze (z.B. Ammoniumionen), die durch dieses Verfahren elektrostatisch an die Moosoberfläche gebunden werden. Anschließend werden diese im Moos verarbeitet, das Moos „verdaut“ diese. Andere Inhalte des Feinstaubs werden von auf der Moosoberfläche sitzenden Bakterien aufgenommen (z.B. Ruß).

Der Feinstaub wird somit zur Biomasse, er wird von Moos und Bakterien genutzt.
Dr. Jan Peter Frahm und sein Kollege Dr. Marko Sabovljevic haben dieses Verfahren durchgeführt und es dabei auf seine Wirksamkeit getestet:

1 m² Moos kann demnach 20 Gramm Feinstaub aufnehmen
0,5 m² demnach 10 Gramm, usw.

Zum Vergleich: eine vielbefahrene Straße produziert pro qm ca. 14 Gramm Feinstaub pro Jahr.
Moos wirkt somit, auch dank seiner Abwehrstoffe gegen Pilze und Bakterien, in Innenräumen als perfekter Raumluftreiniger.
Es filtert Feinstaub, Bakterien und Pilze aus der Luft, ist also auch gegen Schimmel wirksam.